Habari! Gestern Abend landete eins von vielen Flugzeugen auf dem Jomo Kenyatta Airport in Nairobi. Es kam direkt aus Frankfurt und für 24 Leute hatte es eine gigantische Bedeutung: In ein ganz neues Land, eine neue Kultur, ja, ein neues Leben eintauchen für ein Jahr! Wir waren müde vom Flug, hungrig, denn auch, wenn Lufthansa sich Mühe gibt, das Essen ist halt einfach nicht gut, und gestresst, falls wir bei der Einreise etwas falsch machen und plötzlich auf dem Flughafen übernachten müssen. Dazu ist es zum Glück nicht gekommen, alle fanden ihr Gepäck wieder und wir wurden abgeholt. 45 Minuten und eine abenteuerliche Reise durch das linksspurige, und ab und an etwas holprige, Straßensystem von Nairobi später luden wir unser Gepäck im Hostel ab, aßen zu Abend und sanken nach einem Kampf mit unseren Moskitonetzen in einen erschöpften Schlaf.
Nächster Morgen: Frühstück ab halb acht, ein Großteil der Gruppe kam selbstverständlich erst um 8:15, dann ging es auch schon los: Begrüßung, neue Namen lernen und die erste Einheit zu Risiken und persönlicher Sicherheit bildeten unseren Vormittag. Im Laufe des restlichen Tages sind wir dann in eine Mall gefahren, um erste Besorgungen zu erledigen, eine kenianische SIM-Karte zu kaufen und sich mit dem bargeldlosen Bezahlsystem über’s Handy „M-Pesa“ vertraut zu machen.
Soviel zu meinen ersten Aktivitäten hier. Wer hofft, dass ich meine Eindrücke klar und deutlich schildere, kann lange warten, denn
- Die Erfahrung ist für jeden unterschiedlich,
- Ich werde versuchen, nie zu sagen: Kenya ist:…. oder Afrika ist:….
- Man kann sich immer entweder auf die Unterschiede oder auf die Gemeinsamkeiten konzentrieren und ich gedenke, letzteres zu tun, und trotzdem offen und neugierig für ungewohnte Erfahrungen zu sein. Die Behauptung, bisher sei alles anders gewesen, wäre das genaue Gegenteil einer weltoffenen Haltung.
Also: Kwa heri, ich melde mich bald wieder und habt gefälligst keine Vorurteile, die nerven!