Wow, jetzt habe ich mir ja mal phänomenal viel Zeit mit dem Beitrag gelassen. Tut mir wirklich leid, dass ich interessierte Leser*innen mit einem, eines Staffelfinale würdigen, Cliff-hanger zurückgelassen habe.
Das wichtigste zuerst: ich bin jetzt seit ca. drei Wochen zurück in Deutschland. Kurz nach meinem letzten Post wurden wir von AFS aufgefordert, nach Nairobi zu kommen, obwohl der Flug selbst noch nicht fest stand, allerdings waren wir so schnell erreichbar.
Ich habe es auf den Tag genau geschafft, mich von allen Personen in Taveta zu verabschieden und ohne Stress meinen Rucksack zu packen, dafür bin ich sehr dankbar. Es hätte auch anders laufen können, entweder ein Anruf nachts: „Packt schnell, in drei Stunden werdet ihr abgeholt“, oder der Flughafen wird unerwartet geschlossen und plötzlich sitzt man eine Woche lang in der Hauptstadt. Beide Szenarien sind mir zum Glück nicht passiert, auch wenn vermutlich an vielen Stellen nicht viel gefehlt hätte, hätte nicht hinter den Kulissen (AFS, Botschaft usw.) jede*r sein*ihr Bestes gegeben, also vielen, vielen Dank.
Die paar Tage in Nairobi haben nicht viel daran geändert, dass mir die Situation bis zum Schluss im Flugzeug unwirklich vorkam, da es eine deutlich andere Welt, sowohl als Taveta, als auch Deutschland jetzt war. Denn was passiert, wenn man 25 verwirrte Freiwillige in ein ansonsten leeres und überraschend luxuriöses Hotel steckt? Die lassen es sich gut gehen. Und schlafen den ganzen Stress in GIGANTISCHEN Betten aus (ganz zu schweigen von den Warmwasserduschen).
Ich hatte zwischendurch das zweifelhafte Vergnügen, in einem sehr kleinen Waschbecken einige T-Shirts und eine Jeans zu waschen, da ich eher optimistisch als realitätsnah geplant hatte, aber das war dann wieder etwas näher am Freiwilligendienst dran und hat mich vom Room-Service-Trip runtergebracht.
Die Organisation des Rückflugs war ein wenig chaotisch, aber letztendlich sind alle Personen mit sämtlichen Gepäckstücken sicher zu Hause angekommen (beides stand zwischenzeitlich auf der Kippe).
Und jetzt genieße ich die Kontaktbeschränkung, so wie alle anderen auch. Mein Tipp, der hervorragend gegen Langeweile geholfen hat, ist, sich sofort eine Grippe einzufangen. Warum? Wenn man zwei Wochen im Bett liegt, will man gar nicht erst raus gehen, kann also nichts vernichten. Ich habe mich also damit beschäftigt, erst einmal wieder auf die Beine zu kommen, Coronatests machen zu lassen und Malaria auszuschließen. Aber jetzt bin ich wieder fit genug, um endlich einen vorerst abschließenden Artikel zu schreiben.
Die nächsten Wochen und Monate werde ich damit verbringen, wirklich gut im Gitarre spielen zu werden und so viel zu laufen, wie noch nie zuvor. Arbeiten darf ich nach einer eigenartigen Regelung nicht, also werde ich mir kleinere Beschäftigungen suchen. Was macht ihr so in der plötzlichen Zeitfülle?
Das wäre es von mir, habt wie immer einen schönen Tag und BYE!






