Am Samstag Abend hab ich in Nairobi meine Koffer gepackt, nur kurz unterbrochen durch einen kleinen Stromausfall, um dann am nächsten Morgen um fünf Uhr in der früh zu duschen, etwas zu essen, uns von den Affen im Hostel verabschieden und ca. eine Stunde später alle Zelte abzureißen. Soweit der Plan. Leider hab ich meinen Wecker verschlafen, wurde zwei Minuten vor der geplanten Abreisezeit durch Schläge an meiner Tür geweckt und habe schnell alle restlichen herumliegenden Sachen in meine Rucksäcke geworfen. Der Traum von Dusche und Frühstück viel damit leider ins Wasser. Am Bahnhof hab ich mich dann mit Pizza versorgt und auf ging’s zur Gastfamilie.

Die Zuggleise ziehen eine Schneise durch die sonst ebenmäßige Savanne, man hat das Gefühl, über den Horizont hinaus schauen zu können.

Wir hatten unglaubliches Glück während der Autofahrt, die auf die viereinhalb stündige Zugreise folgte. Als wir durch den Tsavo West Nationalpark fuhren, sahen wir Giraffen, Zebras, Gazellen und Elefanten unfassbar nah an der Straße.


Schließlich haben wir (alle Freiwilligen aus Taveta) noch zusammen zu Mittag gegessen und sind dann einer nach dem anderen bei den Gastfamilien abgeliefert worden. Das kommende Jahr werde ich auf einem Bauernhof mit ganz vielen Hühnern, einigen Kühen, zwei Katzen und einem Hund verbringen. Ich werde zu lernen versuchen, mich an die bestehenden Rollendynamiken in der Familie einzugliedern. Nitajaribu kujifunza Kiswahili.
Im Moment ist alles noch gleichzeitig beunruhigend und atemberaubend. Vieles habe ich als neu und halt einfach anders als ich es gewohnt bin wahrgenommen. Aber ich habe vor, neue Eindrücke unwertend hinzunehmen. Das wird ein sehr interessantes Jahr!