Die Fahrt mit dem Zug von Mombasa nach Voi hat sich echt gelohnt! Es war letztenendes gleich teuer wie eine Mombasa-Taveta Matatufahrt, ging aber mindestens vier Stunden schneller. Dadurch bin ich Montag Mittag schon zu Hause angekommen, hab meinen Rucksack abgeladen und meine Familie begrüßt und dann ging es erstmal ans Waschen, Juhuuu.
Damit war der Tag dann auch gelaufen, auf das Ugali hier habe ich mich um ehrlich zu sein nicht so wirklich gefreut, da habe ich schon besseres gegessen, aber man isst, was man kriegt, nicht?
Da verlief der Dienstag schon ereignisreicher. Noch vor dem Frühstück habe ich dabei geholfen, ein wenig Rasen umzupflanzen, damit unser Hof etwas grüner wird.

Irgendwann am frühen Mittag hab ich mich zu Fuß in die Stadt begeben (ca. 1 1/2 Stunden Fußweg, meinem Bein ging es fast wieder ausgezeichnet), habe neuen Mückenschutz gekauft, der einem hier, obwohl es in Taveta kein Malaria gibt, einen Haufen Nervereien erspart, und meine Schuhe reparieren lassen.
Am Mittwoch Morgen hab ich dann erkannt, dass ich den Spaziergang lieber hätte bleiben lassen. Mein Bein hat so stark gekrampft, dass ich beim Aufstehen fast in mich zusammengefallen wäre. Dementsprechend habe ich den Rest des Tages auf Paracetamol verbracht, konnte allerdings wenigstens noch etwas nützliches tun und den Vortag gepflanzten Rasens bewässern/ertränken.
Für Donnerstag und Freitag gilt das leider nicht, leichtes Fieber und Kopfschmerzen überzeugen mich davon, mit Sport oder Farmarbeit auf meine komplette Genesung zu warten, gleichzeitig ist der Schmerz im Bein abgeschwollen und die erhöhte Temperatur ist genau dann abgeflacht, als ich beschlossen habe, zum Arzt zu gehen, also fiel das weg. Ob das die richtige Entscheidung war, wird sich noch zeigen. Dafür hatte ich die letzten Tage sehr viel Zeit zum lesen, habe die Jahrhundert-Triologie von Ken Follett fertig, vielleicht schreibe ich dazu mal ne Rezension, dann gestern „In Achtzig Tagen um die Welt“ von Jules Verne und heute „Erebos 2“ von Ursula Poznanski inhaliert. Mal schauen, was mein nächstes Opfer wird, aber vielleicht bin ich morgen ja wieder in einer Verfassung, in der ich mich ein wenig bewegen kann.
Alles gute und viel Spaß, ich hoffe, ihr hattet eine spannendere Woche als ich, Bye Bye.