Was gibt es schöneres, als mit der Liebe im Arm zu liegen, allumfassende Stille mit Ausnahme des eigenen Atems, und man fühlt die ersten Regentropfen eines warmen Sommergewitters auf der Haut. – Was hat es damit auf sich? Erkläre ich weiter unten.
Montag habe ich ja schon zur Hälfte im letzten Beitrag beschrieben, aber es ist noch einiges passiert. In Mombasa angekommen, habe ich mich auf die Suche nach einem Geschäft gemacht, das ein Zelt verkauft. Dessen Nutzen werde ich vielleicht auch mal erklären. Jedenfalls wäre ich in Nairobi deutlich besser dran gewesen, einfach zu der einen Decathlon Filiale und geritzt ist das Ding. Mombasa jedoch? Die gigantischste Fehlanzeige die mir je untergekommen ist. Ich war insgesamt in 10 Supermärkten, Sportgeschäften und Läden, die ich für Sportgeschäfte gehalten hatte, bis ich endlich ein Zelt gefunden habe, dass meine Minimalanforderungen erfüllt hat (die da wären: Nicht mein gesamtes Geld mitsamt Portmonee verschlingen und für zwei Personen Platz zu bieten).
Nach drei Stunden herumirren hab ich mich dann erschöpft, aber glücklich an den Straßenrand gesetzt und unverstärkt Gitarre gespielt.
Der Abend brach an, Jana saß immer noch im Matatu, und plötzlich hatten wir ein nicht unwesentliches Problem zu lösen, die Couchsurferin für die Nacht hat uns abgesagt, wir hatten also keine Unterkunft. Wir haben gut fünf neue Leute, zwei Airbnbs und ein Hostel angefragt, bis wir endlich jemanden gefunden hatten. Zu dem hat uns dann ein wildfremder Typ in seinem Auto gefahren, den ich eigentlich nur nach dem Weg fragen wollte. Sowohl unser neuer Freund als auch der Couchsurfer waren bombennett, zwei ukrainische Reisende kamen auch gerade bei ihm unter und wir haben den Abend lang noch nett gequatscht.
Am nächsten Morgen sind wir früh losgefahren, um auch den ersten Tag in Watamu auskosten zu können. Das Airbnb haben wir leider nicht direkt gefunden, da die Online-Location am anderen Ende des Dorfes gesetzt war, also wurden wir im Mittagsregen etwas nass, aber es war eine erfrischende Abkühlung. Dann ab an den Strand und den Nachmittag und Abend genießen.
Mittwoch war ein absoluter Highlight-Tag. Wir sind nach einem sehr tollen Frühstück mit Avocadobrot und Mango in ein Dorf namens Marafa gefahren, etwas im Landesinneren. Dort sah es eigentlich aus wie überall, einige Bäume, ein paar Felder und Häuser. Doch auf das, was wir gesucht hatten, stießen wir durch ein wenig suchen: Hell’s Kitchen.





Und das ist, was ich mit meinem schwärmerischen Ausbruch am Anfang sagen will: Ich habe mich in diesen Ort verliebt. In dem Moment, als ich mich an den Rand des Canyons setzte und ein leichter Nieselregen einsetzte, zerlief mein Herz geradezu.
Aber alles gute hat ein Ende, also haben wir noch das wahrscheinlich günstigste Essen unseres Lebens eingenommen und sind wieder nach Watamu gefahren.
Dort waren die beeindruckenden Impressionen allerdings noch lange nicht vorüber. Wir sind erneut an den Strand gegangen, und hier lasse ich jetzt einfach die Bilder sprechen.



Und heute haben wir uns einfach am Strand verbrutzeln lassen.

Letzten Worte für heute: Alles Gute zum Geburtstag Mama!