Ich finde, viel zu wenige Menschen erkennen das wahre Potenzial von Metal, dass es eben nicht (manchmal auch nicht nur) um schreddelige, verzerrte Gitarren, nachtschwarze Kluften und unverständliches Geheule geht.

Metal ist ein unfassbar gigantisches Obergenre, das auf so ziemlich jede Weise abgewandelt werden kann, also ist auch für jeden was dabei.

Hier sind einige der Rockbands, die mich sanft in die Höhen der Drop B Tunings, Breakdowns und des Growlens eingeleitet haben, und wenn ich sie erst später kennengelernt habe, hätten sie mich auf jeden Fall begleiten sollen. Ich versuche, es menschenfreundlich zu halten.

Kleine Anmerkung noch: Das Ranking hat keinen wirklichen Stellenwert, die Bands sind mir einfach in der Reihenfolge eingefallen.

1. Linkin‘ Park

Das mag jetzt viele, die die Band erst seit kürzerem kennen, überraschen. Wo klingt den „One More Light“ nach Metal? Aber die älteren Titel können richtig reinhauen. Ich denke da zum Beispiel an die Titel von Meteora (2003), die über „Breaking The Habit“ und „Numb“ hinausgehen, auch wenn diese unzweifelhaft die Meisterwerke des Albums sind, aber darum geht es gerade nicht. Wenn ihr die restlichen Songs nicht kennt, hört mal rein, z.B. in „Lying From You“ und „Don’t Stay„.

2. Halestorm

Die aus Pennsylvania stammende Rockband benannt nach der Front-Sängerin Lzzy Hale überzeugt mit eindeutig zweideutigen Texten kombiniert mit soliden Gitarrensoli und Hales kraftvoller Stimme. Das erste, was ich von ihnen zu hören bekommen habe, war „I Miss The Misery„, dicht gefolgt von „Love Bites (So Do I)„, und beide haben mich umgehauen.

3. Pop Evil

Liegt vielleicht daran, dass der Sänger Leigh Kakaty ebenfalls lange Haare hat, aber die Band ist mir einfach sympathisch. Wer ein Hardcore-Motivationslied sucht, dem kann ich nur „Be Legendary“ und „Footsteps (Go Higher)“ empfehlen. Mit in „Trenches“ etwa rocken sie nicht einfach nur so dahin, sondern sprechen auch kritische Themen an (siehe Musikvideo).

4. Flyleaf

Wer mit dem Style von Flyleaf nichts anfangen kann, auch nicht schlimm, ist eher ein wenig speziellerer Natur. Der erste Song, den ich von ihnen zu Ohren gekriegt habe, „All Around Me„, hat mich sofort umgehauen. Hier demonstriert die ehemalige Sängerin  der Gruppe, Lacey Sturm, ihre umwerfende Stimme und ihre Leidenschaft für die Musik. Sehr kraftvoll ist sie ebenfalls in „“, einem Song wo der christliche Hintergrund der Band nicht ganz so auffällt. Nachdem Sturm sich 2012 von der Gruppe getrennt hat, ist der Klang für mich nicht mehr der gleiche, aber vielleicht schafft ihr es ja, der Neubesetzung Kristen May eine Chance zu geben.

5. Skillet

Hier kann ich vermutlich nur wenige überraschen, Skillet stellt nach meiner Erfahrung für viele einen Übergang vom Rock zum Metal dar. Diese ebenfalls stark christlich geprägte Band glänzt mit den zweistimmigen Vocals von John Cooper und Jen Ledger (die übrigens ein nicht zu verachtendes Soloprojekt gestartet hat, Ledger). Meine Highlights von Skillet sind unumstritten „Monster„, „The Resistance“ und „Feel Invincible„.

6. The Raven Age

Alle, die mich kennen, werden jetzt vermutlich mit den Augen rollen, da ich gefühlt in jedes Gespräch um Musik meinen einen Geheimtipp mit einbauen will. Wo die anderen Bands dieser Liste eher rocklastig sind, gehört The Raven Age ganz klar ins Metalcore Genre. Ich bin ein wahrhaft gigantischer Fan des Albums „Conspiracy“ (liegt vielleicht daran, dass ich sie da live gesehen habe), und ich kann euch nur ans Herz legen, in „Fleur de Lis„, „The Day the World Stood Still“ und „Surrogate“ reinzuhören. Mein ungeschlagener Favorit bleibt jedoch das eher ruhigere „Grave of the Fireflies„.

7. Trivium

Zu guter Letzt schüttele ich jede Spur des gemäßigten ab; jetzt wird’s Heafy (sorry). Diese Größe des Metalcores war mein richtiger Einstieg in das, lasst uns nicht übertreiben, beste Genre der Musikwelt (was das angeht, bin ich fundamentalistisch). Als mein Gitarrenlehrer mir zum ersten Mal die Noten von „“ hinlegte, dachte ich mir: „Holla, das hier ist was anderes“. Wo ich jedoch jedem empfehlen würde anzufangen, ist absolut beim neusten Album „The Sin and the Sentence“, das zeigen die Vocals von Matthew Heafy (versteht man den oben jetzt?) ihre etwas sanftere Seite, was den Liedern aber sehr gut tut. Meine Lieblinge? „The Sin and the Sentence„, „Beyond Oblivion„, „Other Worlds“ und „The Revanchist„. Von den älteren kann ich zum Beispiel „Into the Mouth of Hell We March“ und „The Wretchedness Inside“ empfehlen, die sind allerdings beide nichts mehr für schwache Gemüter, also härtet euch vorher ab.


Das hier war nur ein kleiner Einblick in meine Musiklieblinge. Wenn ihr’s spannend, oder wenigstens ertragbar fandet, lasst es mich wissen, ich würd‘ mich freuen.

Und böllert mich ebenfalls gerne mit Song- und Bandempfehlungen zu, ich habe trotz allem das unerklärliche Gefühl, dass mein Musikgeschmack ein wenig einseitig ist. Komisch oder?

Ich würde übrigens gerne Bandfotos, bin mir in dem, was in dem Fall das Urheberrecht sagt, allerdings echt nicht sicher, also lasse ich es bleiben.

Veröffentlicht von julian

Hi, I'm Julian (18yo) from Germany and currently staying in Kenya for a year.

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  1. Avatar von julian
  2. Avatar von Yvonne Machon

2 Comments

  1. Hi Julian… die letzte male konnte ich schlecht Kommentare abgeben, da es auch in Deutschland noch Gegenden mit schlechtem Empfang gibt;-)
    Das Du so ein Metal Fan bist war mir noch gar nicht bekannt.. Du hast aber ne gute Auswahl getroffen! Sehr interessante Bands dabei! LG aus dem grauen hohen Norden schickt Yvonne

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