Hallihallo. Jetzt ist der letzte Post wirklich eine ganze Weile her, aber ich habe eine gute Entschuldigung dafür. Ich befinde mich nämlich gerade in Arusha, Tansania, und musste erstmal einen Weg ins Internet finden. Hupsi, wie bin ich da nur hingeraten?

Im letzten Beitrag habe ich ja mein 1-Jahres-Visum abgeholt und dadurch kann ich jetzt das land verlassen, ohne mir ein neues Visum für Kenia bei der Rückreise kaufen zu müssen. Also dachten sich Heiner und ich, dass wir die erstbeste Gelegenheit nutzen (diese Woche sind Schulferien) und über die Grenze tuckern können. Couchsurfer organisiert, an der Grenzstation ein unverschämt teures tansanisches Visum gekauft und ab geht die Fahrt.
Und ich muss echt sagen, ich bin wäre wirklich gerne Freiwilliger auf dieser Seite der Grenze. Es wird immer gesagt, Kenia sei wohlhabender als Tansania, die Bildung wäre im Nachbarland nicht so gut, Englischkenntnisse, wenn überhaupt vorhanden, so sporadisch, wie möglich. Aber die Straßen in Arusha sind deutlich sauberer als die der meisten kenianischen Städte, die ich bisher besucht habe. Manche Autofahrer halten für Fußgänger an! Und es gibt Stadtparks mit PARKBÄNKEN, ich liebe Parkbänke (In einem Dorf sind die leider nicht übermäßig vertreten).
Und Arusha hat auch einiges zu bieten: Heiner und ich haben das Arusha National Natural History Museum besucht, wo man neben einer Ausstellung über die (unfassbar grausame, aber trotzdem umstrittene) Rolle der Deutschen in der Kolonialzeit auch eine große Anzahl an Fotografien der Flora und Fauna Tansanias und eine Evolutionsaustellung findet.

Dieses Museum ist jedoch nichts im Vergleich zum Cultural Heritage Center, einer Kunstausstellung mit Werken von über 1500 Künstlern des gesamten Kontinents. Hier lasse ich einfach mal die Bilder sprechen.




Die Schule läuft einigermaßen stabil, auch wenn auch hier die Überschrift zutrifft. Ich muss meine Strategie in Sachen Caning schleunigst ändern; meine Schulleiterin hat nämlich um ein Treffen mit meinem Coordinator und mir gebeten. Mal schauen, was dabei rauskommt.
Jetzt warten wir auf den Bus nach Mto wa Mbu [kisw.]= „der Fluss der Mücken“, das soll eine wirklich schöne Stadt sein. Ich vermisse Karneval! Bis zum nächsten Mal.