So langsam möchte man meinen, dass ab und an echt die Welt untergeht, die Regenzeit legt nämlich einiges an Gewalt zu. Die zehn bis zwanzig minütigen Schauer verwandeln sich auf den Wellblechdächern in Trommelfeuer einer schwemmenden Verdammnis. Zudem fällt jedes Mal, wenn es regnet, der Strom aus und an Trinkwasser ist nach einer durchstürmten Nacht sowieso nicht zu denken, duschen und waschen muss man also auf einen anderen Zeitpunkt verschieben.
Und das sind nur die Probleme, wenn man es zeitig unter ein Dach geschafft hat. Wird man von einem dieser himmelsstammenden Ersäufnisse unterwegs (auf den Barabaras, Lehm-/Erd-/Steinstraßen) überrascht, dann ist man so schnell nass, dass man gar nicht: „Och Manno, ich habe meine Regenjacke gar nicht eingepackt“ sagen kann.
Die Straßen werden heimtückisch, jede Stelle kann rutschig sein, kleine Gräben, durch welche man zuvor einfach durchgelatscht ist, werden zu roten Bächen. Von dem nicht gerade säubernden Effekt des Schlamms auf die Sauberkeit der Klamotten ganz zu schweigen.
Wie läuft’s ansonsten bei mir so? Wir haben jetzt drei zwei Wochen alte Katzenbabys! Die sind so süüüüuß!

Am vergangenen Freitag besuchten uns in der Schule Mitglieder von World Vision, der, was einmal googlen ergeben hat, größten christlichen NGO, welche unsere Bibliothek gestiftet hat. Es wurden ein paar Kinder gefragt, wie ihnen die Bibliothek gefällt und wie sie sie in der Schule unterstützt. Auch ich hab mich kurz zu Wort gemeldet, immerhin kümmer ich mich um den Kram.
Gestern ging’s nochmal zum Markt und in die Stadt, Gurken kaufen, Hosen nähen lassen und einen Fußball für die Schule abholen.
Ich benutze mittlerweile keine Boda-Bodas mehr, sondern laufe eingentlich überall hin. Wenn es jedoch zu weit ist…..das verrate ich am besten nicht.
Das wär’s erstmal von mir!
Bye Bye