Killing the dead man (Poem)

A rotten corpse, that’s all that’s left

Squished eyeballs, grinded bones

A testimony of petty theft

The old god, smashed by boulders, stones


Sometimes in the dead of night

A flower blooms in this fleshy mess

Pertruding in contrast to this former terrified

And merciless religion of absolute excess.


I guarded this seedling with my love for each life

And me myself, I blossomed in this unreality

But then came the dead idol’s acolytes

With lunatic dances and withering scythes

Relentlessly desecrating what’s true and what’s right

Proclaiming that religion is built upon strife

So they decapitate me, my love, with one siphoning strike

And they thrive on their bloodlust, in frenzy excited

And they bow to the one they so cruesome revived.


So I guess, I can only cut of

My arterie to this naive faith

And use the same sharp knife thereof

To kill that dead man, kill that god.

Back to school

Das neue kenianische Schuljahr hat begonnen! Damit ist also auch die Zeit des erst um 10 Uhr zum Projekt gehen, nur in der Bibliothek rumsitzen und die Gospelsongs der anderen Lehrer im Office ertragen wieder zurück, dachte ich.

Ich muss zugeben, dass neue Jahr hat sehr schleppend begonnen. Am Montag war weder der Stundenplan fertig, noch die neu gelieferten Schulbücher gezählt, markiert, gestempelt und eingebunden, geschweige denn, dass alle Lehrer pünktlich sind. Am Montag wusste also noch niemand so wirklich, wohin mit sich, da hat es nicht geholfen, dass meine Kollegen sowieso nicht so die Überflieger sind, wenn es zur Organisation kommt. Und ich dachte, ich wäre nicht gut darin.

Also habe ich mein Bibliotheksregister des letzten Jahres auf eine Excel-Tabelle übertragen und begonnen, bis zur nachmittaglichen Lehrerkonferenz überfällige Bücher einzutreiben.

Der Inhalt dieser Konferenz ist natürlich streng vertraulich.

Ne Spaß! Willkommen im neuen Jahr, die Abschlussprüfungen von 2019 waren grausig, aber fürchtet euch nicht, Gott ist mit uns und wir schaffen das schon. Undwerdetgefälligstmitdemorgakramfertigdamitwiranfangenkönnenzuunterrichten. Und das gestreckt auf 2 1/2 Stunden……Juhuuuuu.

Dienstag morgen war echt amüsant, die Schüler haben Majembe und Mapanga (Hacken und Macheten) mitgebracht und die Wege des Schulhofs von dem in der Regenzeit gewachsenen Grünzeug gereinigt. Meine Aufgabe war ursprünglich, die Kids zu beaufsichtigen, allerdings konnte ich die, die sehr halbherzig bei der Sache waren, eh nicht motivieren, also habe ich mir selbst Werkzeug geschnappt und ran an den Dreck.

Nachdem man wieder schön im Sand und nicht mehr auf Pflanzen gehen konnte, habe ich den restlichen Tag Folien für die Bücher zurechtgeschnitten, bis uns die Folie ausgegangen ist (bis heute kein Nachschub).

Da war Mittwoch schon spannender: Zuerst fleißig Bücher gestempelt und dann auf dem, mittlerweile fertiggestellten, Stundenplan entdeckt, dass ich wieder Unterricht habe. Und zwar nicht zu knapp. Jetzt habe ich mehrere Sport- und Kunststunden, plus Deutschunterricht in der 4. und einen Kurs namens „Life Skills“, wo ich den Kindern erzählen soll, dass sie immer nett und respektvoll, aufmerksam und ordentlich, sowie diszipliniert und eifrig sein sollen. Und nicht in „Boy-Girl-Relationships engage(n)“ sollen. Kein Witz, das wird so unterrichtet.

Die Bibliothek existiert natürlich immer noch, das heißt die Pausen verbringe ich dann da. Mich macht im Moment nichts so glücklich, wie wenn ein Kind zu mir reinkommt und kommentarlos anfängt, das von den Anderen hinterlassene Chaos aufzuräumen. Die Kids sind Helden des Alltags.

Nachmittags falle ich immer erst einmal ins Bett und ruhe mich ein bis zwei Stunden aus.

Euer jetzt schon erschöpfter, aber glücklich beschäftigter Julian.

Meine Metal Einsteiger Bands

Ich finde, viel zu wenige Menschen erkennen das wahre Potenzial von Metal, dass es eben nicht (manchmal auch nicht nur) um schreddelige, verzerrte Gitarren, nachtschwarze Kluften und unverständliches Geheule geht.

Metal ist ein unfassbar gigantisches Obergenre, das auf so ziemlich jede Weise abgewandelt werden kann, also ist auch für jeden was dabei.

Hier sind einige der Rockbands, die mich sanft in die Höhen der Drop B Tunings, Breakdowns und des Growlens eingeleitet haben, und wenn ich sie erst später kennengelernt habe, hätten sie mich auf jeden Fall begleiten sollen. Ich versuche, es menschenfreundlich zu halten.

Kleine Anmerkung noch: Das Ranking hat keinen wirklichen Stellenwert, die Bands sind mir einfach in der Reihenfolge eingefallen.

1. Linkin‘ Park

Das mag jetzt viele, die die Band erst seit kürzerem kennen, überraschen. Wo klingt den „One More Light“ nach Metal? Aber die älteren Titel können richtig reinhauen. Ich denke da zum Beispiel an die Titel von Meteora (2003), die über „Breaking The Habit“ und „Numb“ hinausgehen, auch wenn diese unzweifelhaft die Meisterwerke des Albums sind, aber darum geht es gerade nicht. Wenn ihr die restlichen Songs nicht kennt, hört mal rein, z.B. in „Lying From You“ und „Don’t Stay„.

2. Halestorm

Die aus Pennsylvania stammende Rockband benannt nach der Front-Sängerin Lzzy Hale überzeugt mit eindeutig zweideutigen Texten kombiniert mit soliden Gitarrensoli und Hales kraftvoller Stimme. Das erste, was ich von ihnen zu hören bekommen habe, war „I Miss The Misery„, dicht gefolgt von „Love Bites (So Do I)„, und beide haben mich umgehauen.

3. Pop Evil

Liegt vielleicht daran, dass der Sänger Leigh Kakaty ebenfalls lange Haare hat, aber die Band ist mir einfach sympathisch. Wer ein Hardcore-Motivationslied sucht, dem kann ich nur „Be Legendary“ und „Footsteps (Go Higher)“ empfehlen. Mit in „Trenches“ etwa rocken sie nicht einfach nur so dahin, sondern sprechen auch kritische Themen an (siehe Musikvideo).

4. Flyleaf

Wer mit dem Style von Flyleaf nichts anfangen kann, auch nicht schlimm, ist eher ein wenig speziellerer Natur. Der erste Song, den ich von ihnen zu Ohren gekriegt habe, „All Around Me„, hat mich sofort umgehauen. Hier demonstriert die ehemalige Sängerin  der Gruppe, Lacey Sturm, ihre umwerfende Stimme und ihre Leidenschaft für die Musik. Sehr kraftvoll ist sie ebenfalls in „“, einem Song wo der christliche Hintergrund der Band nicht ganz so auffällt. Nachdem Sturm sich 2012 von der Gruppe getrennt hat, ist der Klang für mich nicht mehr der gleiche, aber vielleicht schafft ihr es ja, der Neubesetzung Kristen May eine Chance zu geben.

5. Skillet

Hier kann ich vermutlich nur wenige überraschen, Skillet stellt nach meiner Erfahrung für viele einen Übergang vom Rock zum Metal dar. Diese ebenfalls stark christlich geprägte Band glänzt mit den zweistimmigen Vocals von John Cooper und Jen Ledger (die übrigens ein nicht zu verachtendes Soloprojekt gestartet hat, Ledger). Meine Highlights von Skillet sind unumstritten „Monster„, „The Resistance“ und „Feel Invincible„.

6. The Raven Age

Alle, die mich kennen, werden jetzt vermutlich mit den Augen rollen, da ich gefühlt in jedes Gespräch um Musik meinen einen Geheimtipp mit einbauen will. Wo die anderen Bands dieser Liste eher rocklastig sind, gehört The Raven Age ganz klar ins Metalcore Genre. Ich bin ein wahrhaft gigantischer Fan des Albums „Conspiracy“ (liegt vielleicht daran, dass ich sie da live gesehen habe), und ich kann euch nur ans Herz legen, in „Fleur de Lis„, „The Day the World Stood Still“ und „Surrogate“ reinzuhören. Mein ungeschlagener Favorit bleibt jedoch das eher ruhigere „Grave of the Fireflies„.

7. Trivium

Zu guter Letzt schüttele ich jede Spur des gemäßigten ab; jetzt wird’s Heafy (sorry). Diese Größe des Metalcores war mein richtiger Einstieg in das, lasst uns nicht übertreiben, beste Genre der Musikwelt (was das angeht, bin ich fundamentalistisch). Als mein Gitarrenlehrer mir zum ersten Mal die Noten von „“ hinlegte, dachte ich mir: „Holla, das hier ist was anderes“. Wo ich jedoch jedem empfehlen würde anzufangen, ist absolut beim neusten Album „The Sin and the Sentence“, das zeigen die Vocals von Matthew Heafy (versteht man den oben jetzt?) ihre etwas sanftere Seite, was den Liedern aber sehr gut tut. Meine Lieblinge? „The Sin and the Sentence„, „Beyond Oblivion„, „Other Worlds“ und „The Revanchist„. Von den älteren kann ich zum Beispiel „Into the Mouth of Hell We March“ und „The Wretchedness Inside“ empfehlen, die sind allerdings beide nichts mehr für schwache Gemüter, also härtet euch vorher ab.


Das hier war nur ein kleiner Einblick in meine Musiklieblinge. Wenn ihr’s spannend, oder wenigstens ertragbar fandet, lasst es mich wissen, ich würd‘ mich freuen.

Und böllert mich ebenfalls gerne mit Song- und Bandempfehlungen zu, ich habe trotz allem das unerklärliche Gefühl, dass mein Musikgeschmack ein wenig einseitig ist. Komisch oder?

Ich würde übrigens gerne Bandfotos, bin mir in dem, was in dem Fall das Urheberrecht sagt, allerdings echt nicht sicher, also lasse ich es bleiben.

Was ging den diese Woche ab?

Tja, jetzt ist hier ne ganze Weile lang nichts mehr gekommen, nicht wahr? Tut mir wirklich leid, aber ich hatte weder genug Strom noch Zeit und Motivation. Ich war nämlich auf einem Festival!

Also gut, erstmal bin ich noch in Taveta rumgegurkt, bis einschließlich Sonntag ist, gelinde gesagt nichts passiert, das war aber auch nicht so schlimm, dadurch konnte ich schön viel Zeit mit den Kids, die bei uns zu Besuch waren, verbringen.

Aber am Montag morgen bin ich sehr früh ins Matatu gehüpft und ab ging es nach Kilifi, zum KilifiNewYear Festival. Um elf Uhr waren wir in Mombasa, um ein Uhr dann am Ziel, haben uns in der Stadt aber erstmal mit genügend Wasser eingedeckt und erfolglos nach Isomatten gesucht.

Und dann ging es aufs Gelände, Zelt aufbauen und Freunde, mit denen wir uns da treffen wollten begrüßen. Ihr hättet mein Gesicht sehen sollen, als wir zum ersten Mal an die Hauptbühne kamen und ich ein Gitarrensoli gehört habe. Oh mein Gott!!!!! Die Zeit zwischen Montag und Donnerstag war wirklich großartig, aber ich weiß nicht wirklich, wie ich es in Worte fassen soll. Fotos habe ich leider auch keine gemacht; besagtes Problem mit dem Akku. Also habt ihr hier die Website vom Event und hier den Instagram Account, wo ganz viele Eindrücke gepostet werden. Ach ja: es war sooooo warm!

Alles in allem: geile Menschen, geile Mucke, geile Themen.

Und jetzt bin ich wieder in Taveta, eifrig am Mücken töten. Am Montag fängt das Projekt wieder an und ich werde nicht mehr so lange ausschlafen können. 😔 (Just kidding, ich wache immer um 6:30Uhr auf)

Der nächste Eintrag wird wahrscheinlich mal wieder kein einfacher Bericht, ich lasse mir was einfallen.

Sorry, dass das jetzt so kurz ausfällt, aber diese Woche behalte ich einfach so in meinen Erinnerungen.

Und jetzt die kenianischen Weihnachten

Tja, der letzte Eintrag kam am Dienstag, da habe ich selbst aber noch gar nicht gefeiert. Am 25. war das große Fest endlich gekommen, heiß ersehnt von meinen Gastneffen. Am Morgen stand ich auf und habe mir erstmal meine besten Klamotten angezogen, konnte mich jedoch nicht waschen, da alle großen Schüsseln gerade zur Kleiderwäsche verwendet wurden, was mich gewundert hat, da mir vorher erzählt wurde, an Weihnachten arbeite man überhaupt nicht.

Als ich zum Haupthaus kam, erklärte sich einiges. Alle anderen hatten richtige Wegschmeißsachen an, denn am Vormittag geht es ans Eingemachte, bevor man anfängt zu feiern. Hinter dem Kuhverschlag gibt es eine kleine Lichtung, wo Palmenblätter ausgelegt und Töpfe bereitgestellt wurden. Damit das Ziegenblut nicht die Erde durchtränkt und man abgeschnittene Gliedmaßen und Fleischstreifen sofort kochbereit machen kann. Genau, wir haben eine Ziege und mehr Hühner, als mir lieb gewesen wären, geschlachtet. Weitere Details erspare ich euch lieber, ich habe von dem Fleisch jedoch nichts gegessen. Das kam größtenteils dadurch, dass ich grundlegend schon sehr ungern Fleisch esse und jetzt halt genau wusste, woher es kam, allerdings schmeckte mir das Probierstück, zu dem ich mich überwunden habe, mir nicht geschmeckt hat, und dass das Fleisch ohne es zu waschen gegrillt und gekocht wurde, man also später Ziegenhaare finden und den Gedanken an einen entleerten Darm nicht verdrängen konnte. Jetzt habe ich euch doch mehr erzählt, tut mir leid. Ich hoffe, ihr esst gerade nicht.

Ursprünglich hatte ich mir für den Abend vorgenommen, mit einem meiner Gastbrüder in die Stadt zu fahren und ein wenig (mehr) zu feiern. Der ist dann leider, gerade als ich mir ordentliche Klamotten angezogen habe, ohne ein Wort verschwunden, also habe ich mich mit einem Mitfreiwilligen getroffen und wir haben Taveta mal von einer deutlich energetischeren Seite erlebt. Zusammen mit unserem Lieblingsbodafahrer ging’s dann schon ordentlich ab. Dabei habe ich entsetzt festgestellt, dass mir die lokale Musik nicht mehr so stark auf die Eier geht, wenn die Person, die den Speaker eingestellt hat, das nicht blind und taub gemacht hat.

Der heutige Tag war dann doch wieder eintöniger, was aber gar nicht so schlimm ist, da immer noch viele Leute meine Gastfamilie besuchen und ich mich ab und an zurückziehen und dafür sorgen kann, dass ich kein Fieber kriege (wenn man so lange von sabbernden, rotzenden und hustenden Kindern umgeben ist, muss man, glaube ich, krank werden).

Wir hören uns am Wochenende wieder, Bye Bye

PS: ich rufe euch alle übrigens dazu auf, mir nicht zu glauben, sollte ich den Anschein machen, etwas Allgemeines vermitteln zu wollen. Wenn es dazu kommt, ist das ein Versehen oder Ironie (oder etwas dazwischen).

Fröhliche Weihnachten

Ich habe mir diesen Eintrag extra für heute aufbewahrt, damit ich euch allen ein wunderschönes Fest wünschen kann.

Ich selbst bin noch überhaupt nicht in Weihnachtsstimmung, einfach darum, dass es so unglaublich anders gefeiert wird. Fast meine gesamte Gastfamilie ist zusammengekommen, jetzt sind 19 Leute auf dem Gelände, die Farmarbeiter ausgenommen, und besonders die kleinen Kinder machen alles, gelinde gesagt, interessant. Man kommt halt so zurecht, wie das mit sieben Kindern, von denen man sich die Definition von Hyperaktivität abgucken könnte (ich entschuldige mich für diese Bemerkung, die ist nicht nett), halt so möglich ist.

Also verbringe ich mein Weihnachten ohne Christbaum, Bescherung, Plätzchen und Weihnachtsmusik, dafür morgen mit hoffentlich mal für mich angenehmen Gottesdienst, einer geschlachteten Ziege und viel, wirklich sehr viel Geschrei. Und das Geschrei wird nicht besser, wenn die Lösung ein Klaps oder ein betont auf den Tisch gelegter Rohrstock ist.

Ab und an kann ich dem Gesabber, Gequengel und Batteriegelutsche entkommen, wenn Ziegen oder Kühe gehütet oder Begradigungsstöcke für die Tomaten auf die Felder gesteckt werden müssen.

Am Freitag sind wir übrigens nach Mombasa gehitchhiked, haben bei einem Couchsurfer geschlafen und sind am nächsten Morgen mit der SGR (eine Nairobi-Mombasa Zugverbindung und der ganze Stolz der Infrastruktur, aber eher eine Bimmelbahn, als ein Schnellzug) komfortabler, schneller und günstiger nach Voi gefahren, als es mit einem Matatu möglich gewesen wäre.

Ich habe in den letzten Tagen leider das Gitarre spielen und Sport machen ein wenig schleifen lassen, also wird mein Vorsatz für’s neue Jahr vielleicht, da die Zügel etwas strenger anzuziehen (eigentlich darf man den Kram ja nicht verraten, aber im voraus ist das okay, oder?)

Ich hoffe auf jeden Fall, ihr habt gesegnete Feiertage und ganz viel Spaß in einem angenehmen Rahmen, liebe Grüße an allerlei Freunde und Familie.

Atemberaubende Schönheit Watamus

Was gibt es schöneres, als mit der Liebe im Arm zu liegen, allumfassende Stille mit Ausnahme des eigenen Atems, und man fühlt die ersten Regentropfen eines warmen Sommergewitters auf der Haut. – Was hat es damit auf sich? Erkläre ich weiter unten.

Montag habe ich ja schon zur Hälfte im letzten Beitrag beschrieben, aber es ist noch einiges passiert. In Mombasa angekommen, habe ich mich auf die Suche nach einem Geschäft gemacht, das ein Zelt verkauft. Dessen Nutzen werde ich vielleicht auch mal erklären. Jedenfalls wäre ich in Nairobi deutlich besser dran gewesen, einfach zu der einen Decathlon Filiale und geritzt ist das Ding. Mombasa jedoch? Die gigantischste Fehlanzeige die mir je untergekommen ist. Ich war insgesamt in 10 Supermärkten, Sportgeschäften und Läden, die ich für Sportgeschäfte gehalten hatte, bis ich endlich ein Zelt gefunden habe, dass meine Minimalanforderungen erfüllt hat (die da wären: Nicht mein gesamtes Geld mitsamt Portmonee verschlingen und für zwei Personen Platz zu bieten).

Nach drei Stunden herumirren hab ich mich dann erschöpft, aber glücklich an den Straßenrand gesetzt und unverstärkt Gitarre gespielt.

Der Abend brach an, Jana saß immer noch im Matatu, und plötzlich hatten wir ein nicht unwesentliches Problem zu lösen, die Couchsurferin für die Nacht hat uns abgesagt, wir hatten also keine Unterkunft. Wir haben gut fünf neue Leute, zwei Airbnbs und ein Hostel angefragt, bis wir endlich jemanden gefunden hatten. Zu dem hat uns dann ein wildfremder Typ in seinem Auto gefahren, den ich eigentlich nur nach dem Weg fragen wollte. Sowohl unser neuer Freund als auch der Couchsurfer waren bombennett, zwei ukrainische Reisende kamen auch gerade bei ihm unter und wir haben den Abend lang noch nett gequatscht.

Am nächsten Morgen sind wir früh losgefahren, um auch den ersten Tag in Watamu auskosten zu können. Das Airbnb haben wir leider nicht direkt gefunden, da die Online-Location am anderen Ende des Dorfes gesetzt war, also wurden wir im Mittagsregen etwas nass, aber es war eine erfrischende Abkühlung. Dann ab an den Strand und den Nachmittag und Abend genießen.

Mittwoch war ein absoluter Highlight-Tag. Wir sind nach einem sehr tollen Frühstück mit Avocadobrot und Mango in ein Dorf namens Marafa gefahren, etwas im Landesinneren. Dort sah es eigentlich aus wie überall, einige Bäume, ein paar Felder und Häuser. Doch auf das, was wir gesucht hatten, stießen wir durch ein wenig suchen: Hell’s Kitchen.

Und das ist, was ich mit meinem schwärmerischen Ausbruch am Anfang sagen will: Ich habe mich in diesen Ort verliebt. In dem Moment, als ich mich an den Rand des Canyons setzte und ein leichter Nieselregen einsetzte, zerlief mein Herz geradezu.

Aber alles gute hat ein Ende, also haben wir noch das wahrscheinlich günstigste Essen unseres Lebens eingenommen und sind wieder nach Watamu gefahren.

Dort waren die beeindruckenden Impressionen allerdings noch lange nicht vorüber. Wir sind erneut an den Strand gegangen, und hier lasse ich jetzt einfach die Bilder sprechen.

Und heute haben wir uns einfach am Strand verbrutzeln lassen.

Letzten Worte für heute: Alles Gute zum Geburtstag Mama!

Und immer unterwegs – knabbert er den letzten Keks

Dieses Wochenende hat echt Spaß gemacht. Donnerstag und Freitag waren zwar nicht wirklich der Rede wert, aber am Samstag habe ich mal wirklich auf der Farm gearbeitet und war so fast beschäftigt. Die Pausen, die James, der Arbeiter, dem ich mich angeschlossen hatte, eingelegt hat, waren echt wahnwitzig lang. Aber gleichzeitig mussten wir darauf warten, dass die Kühe das Heu, das wir ihnen hingekart haben, aufmampfen. Die waren von den Stücken Seife, die sie mir ab und an klauen anscheinend nicht zufrieden gestellt (siehe Zitat letzter Beitrag).

Am Sonntag Morgen habe ich eine grundsatztheologische Diskussion mit meinem Gastbruder Kidisa angefangen und letztenendes haben wir dann über eine Stunde lang debattiert, ob es übernatürliche Wesen auf der Erde gibt, die beispielsweise Zauberer zu Hilfe nehmen, um ihre Tricks zu vollführen. Grüße gehen raus an Tim, du musst mir die „Spirits“ die du beim Karten-verschwinden-Lassen benutzt mal vorstellen.

Den Nachmittag habe ich mit einem Spaziergang, Hörbuch hören und Mücken töten verbracht.

Heute mache ich mich nochmal auf eine kurze Reise (die Ferien wollen genutzt werden), sitze also gerade im Matatu nach Mombasa, wo ich mich mit Jana treffe, die schon seit einiger Zeit unterwegs ist. Dieses Mal ist die Gitarre mit von der Partie. Dieses Matatu ist echt angenehm, es gibt einen kleinen Fernseher vorne, dessen Boxen jedoch bei jeder Bodenwelle aus/wieder an gehen. Als ich zugestiegen bin lief gerade ein Spielfilm aus den 80ern über den Aufstand im KZ Sobibor, gefolgt von Kingsman und einem amerikanischen Vietnam Kriegsfilm.

Das war’s dann auch schon, wir hören uns Mitte der Woche wieder, dann aus Watamu, am Strand.

Papayas, ein Stuhl und Liegestütze

Guten Tag mal wieder, allerseits.

Heute geht es erneut darum, wie ich mir so die Zeit im ferienstarren Taveta vertreibe. Mittlerweile bin ich zum Glück wieder vollkommen gesund und kann normal laufen, dass heißt ab jetzt mache ich jeden Tag ein wenig Sport, zwar nicht so viel, wie wahrscheinlich eigentlich nötig wäre, aber ich arbeite dran.

Gleichzeitig hat mich meine Gastmom eingeladen, mir immer, wenn ich dazu Lust habe und eine reife finde, eine Papaya von der Shamba (Farm) zu schnappen. Dadurch habe ich jetzt zwischen Frühstück und Mittagessen und nochmal am Nachmittag immer einen Snack.

Ein „Weg“ durch die Bananenpalmen unserer Shamba

Am Mittwoch habe ich einen kurzen Trip in die Stadt gemacht, mir ein Busticket für Montag nach Mombasa gekauft (von da aus möchte ich dann weiter zu einer kleineren Stadt an der Küste namens Watamu), Kleinigkeiten wie Seife besorgt und mich beim Kauf eines Plastikstuhls übers Ohr hauen lassen. Jetzt habe ich eine Sitz- und provisorische Ablagegelegenheit.

Auf dem Weg zurück nach Hause ist mir ein Laster entgegengekommen und circa 100 Meter vor mir ins Wanken geraten und dann umgekippt. Das hat sofort Schaulustige aus allen Richtungen angezogen, der Fahrer ist flink aus der Beifahrertür, die nun das Dach bildete geklettert und hat nach seiner Bananenladung gesehen. Ich selbst bin ganz brav weitermarschiert; helfen kann ich eher nicht, da waren genug Leute da, und dann verstopfe ich lieber nicht die Straße.

Umgekippter Laster auf der Hauptstraße

Ich schreibe eifrig weiter, aber im Moment eher kurze Testgeschichten, in denen ich eine besondere Szenenart ausprobiere; die erste war beispielsweise eine generische Kampfszene. Dadurch möchte ich ausprobieren, in welchen Bereichen ich mich wohl fühle, wo ich mich noch verbessern will und welche Geschehnisse einfach gar nicht in meinen momentanen Stil passen. Persönlicher Schreibworkshop? Check!

Hier noch mein Lieblingszitat dieser Woche:

The cow ate my soap!

Julian (Dec 2019)

Rain (Poem)

The rain comes and sweeps away

What my consciousness has left of me

Stands for sorrow, stands for shame

But I feel cleansed, feel free, feel saved


Fierce drops splash on my clothes my skin

Draw patterns in the path ahead

They speak of wisdom, forbidden sin

I smile knowingly, just what I planned


The storm’s rage blasts louder than speech

Doubt seems to be far out of reach

Therefore we leave an open door


A single pierce the sun attempts

To be a saviour she pretends

I would wish for rain a little more

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